Zum Hauptinhalt springen

Vielleicht stellt die Physik seit über hundert Jahren die falsche Frage.

Statt zu fragen, was unabhängig vom Beobachter „wirklich“ existiert, zeigen quantenphysikalische Experimente womöglich etwas anderes: dass Beobachtung nicht außerhalb der Realität steht, sondern Teil von ihr ist. Dann wäre Wirklichkeit keine feste, objektive Welt, die wir nur entdecken, sondern etwas, das erst im Zusammenspiel von Beobachter und Beobachtetem entsteht. Das sogenannte Messproblem wäre damit kein Fehler der Physik, sondern ein Hinweis darauf, dass Realität weniger aus isolierten Dingen besteht als aus Beziehungen und Prozessen.

Ich bin Journalistin und beschäftige mich seit Jahren mit grundlegenden Fragen von Wahrnehmung, Realität und Erkenntnis. 

Uta Baranovskyy

Uta Baranovskyy + ChatGPT

Mentalpulsation – Der Möglichkeitsraum

Teil I

Der Weg zum Möglichkeitsraum

Der Ursprung meiner Suche

Die Auraforschung als erste Ordnung

Die Embryonalentwicklung

Bloomyy

Teil II

Die neue Ordnung

Die Progression der Bedeutungsräume

Die Bedeutungsräume

Mentalpulsation neu verstanden

Teil III

Der bewusste Möglichkeitsraum

Was Bewusstsein sein könnte

Der autonome Organismus und der bewusste Mensch

Lebendigkeit

Teil IV

Übergang – Vom Verstehen zum Erforschen

Vorbemerkung

Mit dieser dritten Schrift schließt sich vorläufig ein Kreis meiner bisherigen Forschung zur Mentalpulsation. Während sich die erste Schrift vor allem mit der Idee der Methode beschäftigte und die zweite den Begriff der Progression entwickelte, richtet sich der Blick nun auf den Raum, in dem sich diese Entwicklung für den Menschen entfalten kann: den bewussten Möglichkeitsraum.

Diese Schrift entstand nicht aus dem Wunsch, eine weitere Theorie zu entwickeln. Sie entstand aus den Beobachtungen der vergangenen Monate. Während der praktischen Arbeit mit der Mentalpulsation veränderten sich nicht nur einzelne Gedanken oder Gefühle. Vielmehr entstand der Eindruck, dass sich der innere Spielraum bewusster Entscheidungen allmählich erweitert. Dieser Eindruck führte zu neuen Fragen, neuen Begriffen und schließlich zu einer neuen Ordnung der bisherigen Erkenntnisse.

Wie schon die beiden vorangegangenen Schriften beschreibt auch dieses Buch keine abgeschlossene Lehre. Es dokumentiert einen fortlaufenden Forschungsprozess. Viele der dargestellten Zusammenhänge beruhen auf persönlichen Erfahrungen, langjährigen Beobachtungen und dem Versuch, diese mit naturwissenschaftlichen Erkenntnissen, biologischen Entwicklungsprozessen und der von mir entwickelten Roraytik in eine gemeinsame Begriffsstruktur einzuordnen.

Dabei erhebt diese Schrift keinen Anspruch auf allgemeine Gültigkeit. Sie versteht sich als Einladung zum Mitdenken und eigenen Beobachten. Jeder Mensch lebt innerhalb seines eigenen Erfahrungs- und Bedeutungsraumes. Deshalb wird auch jeder Leser seine eigenen Schlüsse ziehen. Gerade darin liegt für mich der Wert einer offenen Forschung.

Die Roraytik bildet den theoretischen Hintergrund dieser Arbeit. Sie beschreibt die Progression des Daseins – von der Nullschwingung über Differenzierung, Polarität und Bedeutungsentwicklung bis zum bewussten Menschen. 

Die Mentalpulsation ist innerhalb dieses Rahmens kein Selbstzweck. Sie ist für mich ein Werkzeug, mit dem ich untersuche, ob und wie sich der bewusste Möglichkeitsraum eines Menschen erweitern lässt.

Im Verlauf dieser Forschung veränderte sich auch meine eigene Haltung. Früher suchte ich nach Möglichkeiten, das Leben zu beherrschen – den Körper, das Altern, schließlich auch mich selbst. Heute erscheint mir dieses Ziel zu eng. Ich erkenne immer deutlicher die innere Organisationskraft des Lebens und die erstaunliche Intelligenz seiner Entwicklungsprozesse. Meine Forschung richtet sich deshalb nicht mehr auf Beherrschung, sondern auf bewusstes Mitgestalten.

Der Begriff Möglichkeitsraum beschreibt diesen Wandel. Er bezeichnet für mich nicht die Summe aller theoretisch denkbaren Möglichkeiten, sondern den Bereich der Möglichkeiten, die einem Menschen tatsächlich bewusst werden und die er dadurch zunehmend selbst gestalten kann. Je größer dieser Raum wird, desto mehr Wahlmöglichkeiten entstehen zwischen Impuls und Handlung, zwischen Gewohnheit und neuer Erfahrung, zwischen automatischer Reaktion und bewusster Entscheidung.

Ob sich dieser Möglichkeitsraum tatsächlich erweitern lässt, kann ich heute noch nicht abschließend beantworten. Doch die bisherigen Beobachtungen weisen für mich in diese Richtung. Diese Schrift beschreibt den bisherigen Stand dieser Forschung – mit der gleichen Offenheit, mit der sie begonnen wurde.

Sie ist kein Endpunkt.

Sie ist eine weitere Etappe auf einem Weg, dessen Richtung ich heute klarer erkenne als jemals zuvor.

Teil I - Der Weg zum Möglichkeitsraum

Der Ursprung meiner Suche

Wenn ich heute auf mein Leben zurückblicke, erkenne ich, dass sich ein roter Faden durch alle Jahrzehnte zieht. Er begann lange bevor Begriffe wie Nullschwingung, Progression oder Mentalpulsation entstanden. Er begann mit einem tiefen Wunsch, mein eigenes Leben besser verstehen und gestalten zu können.

Damals habe ich diesen Wunsch mit zwei Worten beschrieben:

Selbstbeherrschung – Weltbeherrschung.

Heute würde ich diese Worte nicht mehr wählen. Sie beschreiben jedoch sehr gut meine damalige innere Haltung. Ich wollte nicht Macht über andere Menschen gewinnen. Ich wollte mein eigenes Leben in den Griff bekommen. Ich wollte verstehen, warum ich so reagierte, wie ich reagierte. Warum manche Ereignisse mich tief erschütterten, andere Menschen scheinbar mühelos mit denselben Situationen umgehen konnten und warum ich mich oft meinen eigenen Gefühlen ausgeliefert fühlte.

Schon früh entstand in mir der Eindruck, dass der Mensch weit weniger frei handelt, als er glaubt. Vieles schien wie automatisch abzulaufen. Gedanken, Gefühle und Handlungen entstanden oft, bevor ich sie bewusst beeinflussen konnte. Ich suchte deshalb nach einem Weg, mich selbst besser führen zu lernen.

Mit den Jahren weitete sich diese Suche immer mehr aus. Aus der Frage nach mir selbst wurde die Frage nach dem Menschen. Aus der Frage nach dem Menschen wurde die Frage nach dem Leben. Schließlich stellte ich die grundsätzliche Frage, ob sich hinter allen Erscheinungen eine gemeinsame Ordnung verbirgt.

Ein weiterer Antrieb meiner Forschung war das Altern.

Ich wollte das Altern nicht einfach hinnehmen. Ich wollte verstehen, warum der menschliche Organismus an Beweglichkeit verliert, warum Muskeln erschlaffen, Gelenke steifer werden, Haut altert und schließlich der gesamte Organismus seine Lebendigkeit einbüßt. Ich glaubte lange Zeit, dass sich dieser Prozess zumindest teilweise aufhalten oder sogar umkehren lassen müsse, wenn seine inneren Gesetzmäßigkeiten erkannt würden.

Aus dieser Suche entstand später Bloomyy. Dort lernte ich, dass bewusste Bewegung den Organismus verändern kann. Ich beobachtete über viele Jahre, wie sich körperliche Funktionen durch regelmäßiges Üben verbesserten.

Doch gleichzeitig wurde mir immer deutlicher, dass der Körper allein diese Veränderungen nicht erklärt. Hinter jeder Bewegung schien eine tiefere Organisation zu stehen.

Damals verstand ich diese Zusammenhänge noch nicht. Ich kämpfte gegen das Altern. Ich kämpfte gegen körperliche Grenzen. Ich kämpfte oft auch gegen mich selbst. Ich glaubte, durch genügend Wissen und Disziplin müsse sich das Leben schließlich beherrschen lassen.

Heute sehe ich diesen Weg anders.

Je länger ich forschte, desto deutlicher erkannte ich, dass das Leben über eine eigene innere Organisationskraft verfügt. Milliarden von Zellen arbeiten zusammen, ohne dass ich sie bewusst steuere. Mein Herz schlägt, meine Atmung passt sich an, Wunden heilen, Gedanken entstehen, Erinnerungen ordnen sich neu. Immer deutlicher wurde mir, dass ich nicht der Schöpfer dieser Prozesse bin.

Gleichzeitig erkannte ich jedoch noch etwas anderes.

Obwohl ich den größten Teil dieser inneren Organisation nicht bewusst steuern kann, scheint sich der Bereich dessen, was mir bewusst wird, erweitern zu lassen. Ich kann lernen, meine Muster früher zu erkennen. Ich kann Bedeutungen bewusster wahrnehmen. Ich kann zwischen verschiedenen Handlungsmöglichkeiten wählen. Und ich kann Werkzeuge entwickeln, mit denen ich diesen bewussten Raum weiter erforsche.

Damit veränderte sich auch mein Ziel.

Ich möchte das Leben nicht mehr beherrschen.

Ich möchte seine innere Ordnung immer besser verstehen.

Und ich möchte lernen, innerhalb dieser Ordnung meinen eigenen Möglichkeitsraum bewusster mitzugestalten.

Rückblickend erkenne ich, dass meine gesamte bisherige Forschung genau auf diesen Punkt hingeführt hat. Der Wunsch nach Beherrschung war vielleicht der notwendige Anfang. Heute erscheint mir jedoch eine andere Haltung fruchtbarer.

Nicht der Kampf gegen das Leben.

Sondern die bewusste Zusammenarbeit mit ihm.

Die Auraforschung als erste Ordnung

Die Auraforschung war für mich keine Glaubensfrage. Sie war ein erster ernsthafter Versuch, Ordnung in die Vielfalt menschlicher Erscheinungen zu bringen.

Als ich begann, mich mit Aura, Chakren und den ihnen zugeordneten Charaktereigenschaften zu beschäftigen, war ich auf der Suche nach einem verständlichen Modell des Menschen. Ich arbeitete viele Jahre als Aurainterpretin und führte zahlreiche Beratungen durch. Dabei interessierte mich nie das Mystische oder Geheimnisvolle. Mich interessierte vielmehr, warum bestimmte Menschen immer wieder ähnliche Verhaltensweisen zeigten und warum sich diese häufig auch körperlich widerspiegelten.

Die traditionelle Chakrenlehre ordnet jedem Chakra bestimmte Farben, Charaktereigenschaften und Organbereiche zu. Diese Ordnung erschien mir zunächst erstaunlich schlüssig. Sie verband Körper, Psyche und Persönlichkeit zu einem gemeinsamen Bild. Je länger ich jedoch damit arbeitete, desto deutlicher bemerkte ich, dass dieses Modell zwar vieles beschreiben konnte, seine innere Entstehung jedoch offenließ.

Es sagte, was zusammengehört.

Es erklärte aber kaum, warum es zusammengehört.

Gerade diese Frage ließ mich nicht los.

Deshalb wurde die Auraarbeit für mich nie zu einem Glaubenssystem. Sie blieb Beobachtung. Ich verglich Menschen miteinander, beobachtete Veränderungen über längere Zeiträume und fragte mich immer wieder, ob hinter den einzelnen Erscheinungen vielleicht ein gemeinsames Entwicklungsprinzip verborgen liegt.

Während dieser Jahre lernte ich auch meine eigenen Schwerpunkte besser kennen.

In den damaligen Aurainterpretationen überwogen bei mir deutlich die blauen und indigofarbenen Bereiche. Die zugeordneten Eigenschaften wie Nachdenklichkeit, Intuition, Erkenntnissuche und geistige Orientierung entsprachen meiner Persönlichkeit erstaunlich gut.

Gleichzeitig fiel mir etwas anderes auf.

Der rote Bereich, der traditionell mit Durchsetzungskraft, Standfestigkeit und unmittelbarer Handlung verbunden wird, war bei mir vergleichsweise schwach ausgeprägt.

Diese Erkenntnis führte zu einem der ersten bewussten Charaktertrainings meines Lebens.

Ich begann, genau jene Eigenschaften zu üben, die mir fehlten. Ich wich anderen Menschen auf der Straße nicht mehr automatisch aus. Ich lernte, Blickkontakt zu halten. Ich übte, meinen Platz einzunehmen und auch einmal bewusst gegen meine gewohnten Reaktionsmuster zu handeln.

Diese Veränderungen entstanden nicht plötzlich. Sie entwickelten sich über Jahre.

Mit der Zeit hatte ich den Eindruck, dass sich dadurch auch meine innere Balance veränderte.

Damals beschrieb ich diese Veränderung mit der Farbe Magenta.

Für mich war sie nicht einfach eine weitere Farbe. Sie entstand als Ausdruck einer Integration zweier zuvor sehr unterschiedlich entwickelter Bereiche. Aus einer überwiegend geistig-intuitiven Orientierung und einer bewusst entwickelten Durchsetzungskraft entstand ein neuer innerer Zustand, den ich damals nur bildhaft beschreiben konnte.

 

Heute würde ich ihn anders formulieren.

Nicht als neues Chakra.

Sondern als eine zunehmende Fähigkeit, Gegensätze bewusst zusammenzuhalten und zwischen ihnen beweglich zu bleiben.

Rückblickend erkenne ich deshalb, dass die Auraforschung für mich vor allem eines war:

Sie war der erste ernsthafte Versuch, den Menschen nicht in einzelne Eigenschaften zu zerlegen, sondern als zusammenhängendes System zu betrachten.

Damals fehlten mir jedoch noch die Begriffe, um diese Zusammenhänge genauer zu beschreiben.

Erst viele Jahre später, durch die Entwicklung der Roraytik und die Forschung zur Mentalpulsation, entstand allmählich eine andere Ordnung.

Aus Chakren wurden Bedeutungsräume. Aus Farben wurden Ausdrucksformen individueller Entwicklung. Aus Charaktereigenschaften wurden unterschiedliche Ausprägungen derselben fortschreitenden Progression.

Heute sehe ich die Auraforschung deshalb weder als Irrtum noch als endgültige Wahrheit. Ich sehe sie als einen wichtigen Abschnitt meines eigenen Erkenntnisweges.

Sie hat mich gelehrt, Zusammenhänge wahrzunehmen. Die Sprache, mit der ich diese Zusammenhänge heute beschreibe, hat sich verändert. Die Beobachtungen selbst begleiten mich bis heute.

Die Embryonalentwicklung

Nachdem ich viele Jahre mit der Auraforschung gearbeitet hatte, begann ich mich intensiver mit der biologischen Entwicklung des Menschen zu beschäftigen. Dabei faszinierte mich besonders die Embryonalentwicklung. Sie schien mir eine der eindrucksvollsten Darstellungen dafür zu sein, wie aus einfachsten Anfängen Schritt für Schritt ein hochkomplexer Organismus entsteht.

Die moderne Embryologie beschreibt diesen Entwicklungsweg sehr genau. Aus der befruchteten Eizelle entstehen zunächst wenige Zellverbände. Daraus entwickeln sich schließlich die drei Keimblätter – Entoderm, Mesoderm und Ektoderm –, aus denen sich im weiteren Verlauf sämtliche Organe und Gewebe des menschlichen Körpers differenzieren.

Mich faszinierte dabei weniger die biologische Detailbeschreibung als das dahinterliegende Entwicklungsprinzip.

Offenbar entsteht Leben nicht dadurch, dass von Anfang an fertige Organe vorhanden sind. Vielmehr entwickelt sich Schritt für Schritt aus einer zunächst einfachen Ausgangssituation eine immer größere Differenzierung. Aus wenigen Grundstrukturen entstehen unzählige spezialisierte Funktionen, Gewebe und Organe.

Diese Entwicklung erinnerte mich zunehmend an viele andere Prozesse, die ich bereits beobachtet hatte.

Nicht nur der Embryo entwickelt sich auf diese Weise.

Auch das menschliche Denken differenziert sich.

Die Sprache entwickelt sich.

Charaktereigenschaften verändern sich.

Selbst Kulturen entfalten sich über lange Zeiträume durch fortschreitende Differenzierung.

Damals begann ich, meine sogenannten Embryonalbäume zu zeichnen. Sie sollten nicht nur die Entwicklung des ungeborenen Kindes darstellen. Vielmehr versuchte ich darin sichtbar zu machen, wie sich aus wenigen gemeinsamen Ursprüngen immer neue Verzweigungen und Spezialisierungen entwickeln.

Heute erkenne ich, dass diese Zeichnungen bereits einen Gedanken enthielten, den ich damals noch nicht klar formulieren konnte.

Entwicklung verläuft nicht zufällig.

Sie folgt einer inneren Ordnung zunehmender Differenzierung.

Von einer gemeinsamen Ausgangssituation entstehen immer vielfältigere Erscheinungsformen.

Trotzdem blieb auch hier eine Frage offen.

Die Embryologie beschreibt sehr genau, wie sich Organe entwickeln.

Sie erklärt die genetischen Steuerungsprozesse, die Zellteilungen und die Ausbildung der verschiedenen Gewebe.

Was sie jedoch nicht beantworten wollte – und ihrem wissenschaftlichen Auftrag nach auch nicht beantworten muss –, war die grundlegendere Frage nach dem gemeinsamen Entwicklungsprinzip selbst.

Warum entsteht überhaupt Differenzierung?

Warum entwickelt sich aus Einheit Vielfalt?

 

Warum entstehen aus denselben Grundstrukturen sowohl Organe als auch unterschiedliche Funktionen?

Mir fehlte weiterhin eine übergeordnete Ordnung, die nicht nur biologische Entwicklung beschreibt, sondern auch die Entwicklung von Bedeutung, Verhalten, Sprache und Bewusstsein in denselben Zusammenhang stellt.

Erst viele Jahre später entstand mit der Roraytik eine Begriffsstruktur, in der sich diese verschiedenen Entwicklungslinien miteinander verbinden ließen.

Heute erscheinen mir die drei Keimblätter nicht mehr als isolierte biologische Strukturen. Sie sind für mich Ausdruck eines allgemeinen Entwicklungsprinzips.

Die Biologie beschreibt dessen sichtbare Erscheinungsformen.

Die Roraytik versucht, die dahinterliegende Progression begrifflich zu ordnen.

Beide widersprechen sich für mich nicht.

Sie betrachten denselben Entwicklungsprozess aus unterschiedlichen Perspektiven.

 

Bloomyy

Mit Bloomyy begann für mich eine völlig neue Phase meiner Forschung.

Bis dahin hatte ich vor allem beobachtet, verglichen und versucht, Zusammenhänge zu verstehen. Nun wollte ich wissen, ob sich der Organismus tatsächlich verändern lässt. Nicht durch Medikamente oder Operationen, sondern durch regelmäßige, bewusst ausgeführte Bewegung.

Mein ursprüngliches Ziel war einfach.

Ich wollte das Altern besser verstehen.

Ich wollte herausfinden, warum der Körper mit zunehmendem Alter steifer wird, warum Muskeln erschlaffen, Gelenke ihre Beweglichkeit verlieren, die Haut altert und viele Körperfunktionen nachlassen. Gleichzeitig fragte ich mich, ob dieser Prozess tatsächlich unvermeidbar ist oder ob sich zumindest ein Teil davon beeinflussen lässt.

So entstand Bloomyy.

Anfangs dachte ich vor allem an Muskeln, Sehnen und Gelenke. Doch je länger ich mit meinen Kursteilnehmern arbeitete, desto deutlicher wurde mir, dass Bewegung weit mehr verändert als nur den Bewegungsapparat.

Ich beobachtete Menschen über Monate und Jahre. Manche Veränderungen traten erstaunlich schnell ein, andere benötigten viel Geduld. Immer wieder stellte ich fest, dass der Organismus offenbar seine eigene Zeit benötigt, um neue Strukturen aufzubauen.

Ein Erlebnis blieb mir besonders in Erinnerung.

Viele ältere Menschen litten unter trockenen Augen. Die Ursache schien häufig einfach zu sein. Sie blinzelten kaum noch bewusst. Stundenlanges Lesen oder Arbeiten am Bildschirm führte dazu, dass die Augenlider sich immer weniger bewegten. Dadurch wurden auch die Tränendrüsen nur noch wenig angeregt.

Ich entwickelte deshalb einfache Blinzelübungen.

Anfangs wunderte ich mich allerdings, dass sich die Beschwerden nicht sofort besserten. Erst nach etwa sechs Wochen regelmäßigen Übens berichteten viele Teilnehmer, dass ihre Augen wieder deutlich besser befeuchtet wurden.

Diese Beobachtung beschäftigte mich lange.

Warum benötigte der Organismus so viel Zeit?

Allmählich entstand eine Vermutung.

Nicht nur die Tränendrüsen selbst hatten an Aktivität verloren. Auch ihre Versorgung musste sich vermutlich erst wieder verbessern. Blutgefäße, Stoffwechsel, Transportwege und viele andere Prozesse mussten erneut aufgebaut oder verstärkt werden. Der Organismus arbeitete offenbar wie eine große Baustelle, auf der Material, Arbeiter, Bauleitung und Versorgung gleichzeitig zusammenwirken müssen.

Damals wurde mir zum ersten Mal bewusst, dass der menschliche Körper kein Nebeneinander einzelner Organe ist.

Er arbeitet als zusammenhängendes System.

Keine Funktion verändert sich isoliert.

Jede Veränderung beeinflusst viele andere Bereiche mit.

Diese Erkenntnis veränderte auch meinen Blick auf das Altern.

 

Ich verstand es immer weniger als einen einzelnen Defekt. Vielmehr erschien es mir zunehmend als ein langsamer Verlust innerer Beweglichkeit und Zusammenarbeit.

Damals konnte ich diese Zusammenhänge jedoch noch nicht genauer beschreiben.

Ich sprach von Muskeln, Durchblutung, Stoffwechsel oder Regeneration.

Heute würde ich sagen, dass ich damals bereits die Auswirkungen einer tieferen Organisationsstruktur beobachtete, ohne sie begrifflich fassen zu können.

Erst viele Jahre später entstand durch die Mentalpulsation und die Roraytik eine Sprache, mit der ich diese Erfahrungen neu einordnen konnte.

Rückblickend erkenne ich deshalb, dass Bloomyy weit mehr war als ein Bewegungsprogramm.

Es war meine erste praktische Forschung am lebenden Organismus.

Ich lernte, dass Lebendigkeit nicht einfach vorhanden ist oder verschwindet.

Sie kann sich verändern.

Sie kann sich teilweise regenerieren.

Und sie folgt dabei offenbar einer inneren Ordnung, die ich damals zwar beobachten, aber noch nicht verstehen konnte.

 

Teil II - Die neue Ordnung

Die Progression der Bedeutungsräume

Die bisherigen Kapitel beschrieben den Weg einer persönlichen Forschung. Aus verschiedenen Beobachtungen entstanden nach und nach immer neue Fragen. Die Auraforschung zeigte Zusammenhänge zwischen Charakter, Organen und Farben. Die Embryonalentwicklung machte sichtbar, wie sich aus einfachen Ausgangsstrukturen immer komplexere Organismen entwickeln. Bloomyy schließlich zeigte, dass sich selbst im höheren Lebensalter körperliche Funktionen durch gezielte Übung verändern können.

Lange Zeit erschienen diese Forschungsgebiete unabhängig voneinander.

Erst allmählich entstand der Eindruck, dass sie möglicherweise unterschiedlichen Ausdrucksformen eines gemeinsamen Entwicklungsprinzips folgen.

Dabei zeigte sich zugleich eine Schwierigkeit.

Die Chakrenlehre beschreibt funktionelle Zusammenhänge des Menschen, erklärt aber ihre Entstehung nur unzureichend.

Die Embryologie beschreibt die Entwicklung der Organe sehr genau, beschäftigt sich jedoch nicht mit Bedeutung, Charakter oder Bewusstsein.

Die Psychologie untersucht Erleben und Verhalten, betrachtet dabei aber meist nicht die biologische Entwicklung des Organismus.

Jede dieser Disziplinen beschreibt einen wichtigen Ausschnitt.

Keine von ihnen verbindet jedoch alle Ebenen in einer gemeinsamen Struktur.

An dieser Stelle setzt die Roraytik mit einer eigenen Arbeitshypothese an.

Sie geht davon aus, dass sich nicht nur der Organismus entwickelt, sondern dass sich verschiedene Ebenen des Daseins gleichzeitig entfalten.

Nicht nacheinander. Sondern miteinander.

Aus einer gemeinsamen Progression entstehen gleichzeitig Funktionen, Strukturen, Organe, Erleben, Begriffe und schließlich bewusster Selbstbezug.

Dabei erscheint jede Ebene als eine weitere Differenzierung derselben Grundentwicklung.

Ich stelle mir diesen Prozess heute vereinfacht so vor:

Funktion

Am Anfang steht keine fertige Form.

Es entsteht zunächst eine Aufgabe.

Eine Möglichkeit des Daseins.

Eine Grundfunktion.

 

Struktur

Damit eine Funktion dauerhaft wirken kann, bildet sich eine entsprechende Organisation.

Struktur entsteht.

 

Organ

Die Struktur differenziert sich weiter.

Es entstehen spezialisierte Gewebe und schließlich Organe.

Sie machen die ursprüngliche Funktion biologisch sichtbar.

 

Erleben

Mit zunehmender Komplexität entstehen nicht nur körperliche Strukturen.

Auch das innere Erleben differenziert sich.

Nähe und Distanz.

Sicherheit und Gefahr.

Freude und Angst.

Bedeutungen werden erlebbar.

 

 

Begriff

Der Mensch entwickelt Sprache.

Er beginnt, seine Erfahrungen zu benennen.

Aus Erleben werden Begriffe.

Aus Begriffen entsteht Denken.

Selbstbezug

Mit der zunehmenden Differenzierung wächst schließlich die Fähigkeit, das eigene Erleben bewusst wahrzunehmen.

Der Mensch erkennt nicht nur seine Umwelt.

Er erkennt sich selbst als Individuum innerhalb dieser Umwelt.

Dieser Selbstbezug bildet für mich den Übergang zum bewussten Möglichkeitsraum.

Aus dieser Sicht entstehen weder Organe noch Gefühle noch Sprache unabhängig voneinander.

Sie sind verschiedene Erscheinungsformen derselben fortschreitenden Progression.

Gerade deshalb erscheint es mir heute sinnvoll, den Menschen nicht mehr ausschließlich nach Organen, Charaktereigenschaften oder einzelnen psychischen Funktionen zu beschreiben.

Stattdessen bietet sich eine andere Ordnung an.

Nicht die Organe bilden den Ausgangspunkt.

Auch nicht die traditionellen Chakren.

Den Ausgangspunkt bilden Bedeutungsräume.

Sie beschreiben grundlegende Funktionen des Lebens, aus denen sich im Verlauf der Progression sowohl organische als auch psychische und mentale Erscheinungsformen entwickeln.

Diese Bedeutungsräume bilden deshalb keine Alternative zur Biologie oder Psychologie.

Sie stellen vielmehr den Versuch dar, die verschiedenen Beobachtungen in einer gemeinsamen Begriffsstruktur zusammenzuführen.

 

Die Bedeutungsräume

Nachdem sich aus den bisherigen Beobachtungen eine gemeinsame Entwicklungsstruktur herausgebildet hatte, stellte sich eine neue Frage. Wodurch lässt sich der Mensch beschreiben, wenn weder die traditionellen Chakren noch einzelne Organe den eigentlichen Ausgangspunkt bilden?

Im Laufe meiner Forschung entstand dafür der Begriff Bedeutungsraum.

Ein Bedeutungsraum ist weder ein Organ noch ein Energiezentrum. Er ist auch keine psychische Eigenschaft. Er bezeichnet vielmehr einen Organisationsraum innerhalb der Progression, in dem sich organische Funktionen, psychisches Erleben, mentale Begriffe und bewusster Selbstbezug gemeinsam entwickeln.

Jeder Bedeutungsraum besitzt deshalb mehrere Erscheinungsebenen.

Er zeigt sich gleichzeitig

  • im Organismus,
  • im Erleben,
  • im Denken,
  • im Verhalten
  • und schließlich im bewussten Handeln.

Die folgende Ordnung verstehe ich als gegenwärtigen Stand meiner Forschung.

Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Sie beschreibt eine mögliche Struktur.

Der Existenzraum

Grundfunktion

Erhaltung des Daseins.

 

Organische Erscheinungen

Atmung.

Stoffwechsel.

Kreislauf.

Energieversorgung.

Schutz grundlegender Lebensfunktionen.

 

Psychische Erscheinungen

Sicherheit.

Gefahr.

Hunger.

Durst.

Schmerz.

Existenzangst.

 

Mentale Erscheinungen

Überleben.

Versorgung.

Heimat.

Besitz.

Zukunftssicherung.

 

Der Entwicklungsraum

Grundfunktion

Wachstum.

Entfaltung.

Erneuerung.

 

Organische Erscheinungen

Zellteilung.

Regeneration.

Fortpflanzung.

Anpassung.

 

Psychische Erscheinungen

Neugier.

Spielfreude.

Lernbereitschaft.

Offenheit.

 

Mentale Erscheinungen

Möglichkeit.

Lernen.

Veränderung.

Zukunft.

Der Gestaltungsraum

Grundfunktion

Wirksam werden.

Verändern.

Handeln.

 

Organische Erscheinungen

Bewegung.

Muskulatur.

Verdauung.

Energiebereitstellung.

 

 

Psychische Erscheinungen

Entschlossenheit.

Durchsetzung.

Ohnmacht.

Selbstvertrauen.

Mut.

 

Mentale Erscheinungen

Wille.

Entscheidung.

Verantwortung.

Gestaltung.

 

Der Beziehungsraum

Grundfunktion

Verbinden.

Abgrenzen.

 

Organische Erscheinungen

Herz.

Kreislauf.

Berührung.

Immunsystem.

Soziale Resonanz.

 

Psychische Erscheinungen

Nähe.

Distanz.

Vertrauen.

Ablehnung.

Mitgefühl.

 

Mentale Erscheinungen

Liebe.

Freundschaft.

Gemeinschaft.

Verantwortung füreinander.

Der Ausdrucksraum

Grundfunktion

Innere Bedeutung nach außen vermitteln.

 

Organische Erscheinungen

Mimik.

Gestik.

Stimme.

Sprache.

Körperhaltung.

 

Psychische Erscheinungen

Mitteilungsbedürfnis.

Offenheit.

Zurückhaltung.

Ehrlichkeit.

 

Mentale Erscheinungen

Sprache.

Dialog.

Begriffsbildung.

Kommunikation.

Der Erkenntnisraum

Grundfunktion

Zusammenhänge erkennen.

Organische Erscheinungen

Wahrnehmung.

Sinnesverarbeitung.

Aufmerksamkeit.

Gehirnorganisation.

 

Psychische Erscheinungen

Vorstellungskraft.

Intuition.

Reflexion.

Übersicht.

 

Mentale Erscheinungen

Denken.

Erkenntnis.

Wissenschaft.

Philosophie.

Selbstbeobachtung.

Der Integrationsraum

Grundfunktion

Vielfalt zusammenführen.

Organische Erscheinungen

Das koordinierte Zusammenwirken des gesamten Organismus.

 

Psychische Erscheinungen

Gelassenheit.

Innere Weite.

Ausgeglichenheit.

Annahme von Gegensätzen.

 

Mentale Erscheinungen

Ganzheit.

Integration.

Systemverständnis.

Bewusster Möglichkeitsraum.

Diese sieben Bedeutungsräume verstehe ich nicht als voneinander getrennte Bereiche.

Sie entwickeln sich gemeinsam.

Jeder Raum beeinflusst alle anderen. Wie Organe innerhalb eines Organismus bilden sie ein Netzwerk gegenseitiger Beziehungen. Mit zunehmender Entwicklung entstehen dadurch nicht nur immer größere Differenzierungen. Es entstehen zugleich immer mehr Verbindungen.

 Vielleicht liegt gerade darin eines der grundlegenden Entwicklungsprinzipien des Lebens. Je komplexer ein Organismus wird, desto größer wird nicht nur seine Vielfalt, sondern ebenso seine Fähigkeit zur Zusammenarbeit.

Differenzierung und Verbindung

Die Beschreibung der Bedeutungsräume führte mich zu einer weiteren Erkenntnis.

Lange Zeit betrachtete ich Entwicklung vor allem als einen Prozess zunehmender Differenzierung.

Aus einer befruchteten Eizelle entstehen viele Zelltypen. Aus einfachen Organismen entwickeln sich komplexe Lebewesen. Aus wenigen Lauten entstehen Sprachen. Aus wenigen Gedanken entstehen Wissenschaften.

Aus einer gemeinsamen Ausgangssituation entfaltet sich immer größere Vielfalt. Heute erscheint mir diese Sicht allein nicht mehr ausreichend.

Je länger ich mich mit Progression beschäftigte, desto deutlicher wurde mir, dass jede Differenzierung zugleich neue Verbindungen hervorbringt.

Mit jeder neuen Struktur entstehen neue Beziehungen. Mit jedem neuen Organ entstehen neue Wechselwirkungen. Mit jeder neuen Erfahrung entstehen neue Bedeutungen.

Mit jedem neuen Begriff entstehen neue Zusammenhänge. Entwicklung bedeutet deshalb nicht nur Spezialisierung. Sie bedeutet ebenso Organisation. Der Organismus besteht nicht deshalb, weil viele Organe vorhanden sind.

Er lebt, weil diese Organe miteinander zusammenarbeiten. Dasselbe gilt für den Menschen. Nicht einzelne Gedanken machen sein Bewusstsein aus. Nicht einzelne Gefühle. Nicht einzelne Fähigkeiten.

Erst ihre fortwährende Beziehung zueinander bildet das, was wir als lebendigen Menschen erleben. Aus roraytischer Sicht erscheint Progression deshalb heute als zweifacher Prozess.

Sie differenziert. Und sie verbindet. Beides geschieht gleichzeitig.

Vielleicht lässt sich dieser Gedanke sogar noch einfacher ausdrücken:

Jede Differenzierung erschafft neue Beziehungen.

Oder umgekehrt:

Jede neue Beziehung ermöglicht weitere Differenzierungen.

Beides bildet einen sich gegenseitig verstärkenden Entwicklungsprozess.

Rückblickend erkenne ich, dass ich lange Zeit vor allem die Verzweigungen des Lebens betrachtete.

Heute sehe ich ebenso deutlich den Strom, der alle diese Verzweigungen miteinander verbindet.

Die Einheit geht während der Entwicklung nicht verloren. Sie wird nicht aufgespalten. Sie entfaltet sich. Je komplexer das Leben wird, desto vielfältiger werden seine Erscheinungsformen. Und gleichzeitig wächst seine Fähigkeit zur Zusammenarbeit.

 

Vielleicht liegt gerade darin eines der grundlegendsten Prinzipien der Progression. Nicht Trennung. Nicht Verschmelzung. Sondern eine immer reichere Ordnung von Differenz und Verbindung.

Früher war die Progression vor allem eine Entfaltung. Jetzt wird sie zusätzlich zu einer Organisation. Und Organisation bedeutet nicht einfach Ordnung.

Organisation bedeutet:

Die Fähigkeit des Lebens, immer mehr Unterschiede hervorzubringen und sie gleichzeitig zu einem funktionierenden Ganzen zu verbinden.

 

Mentalpulsation neu verstanden

Als ich mit der Mentalpulsation begann, arbeitete ich zunächst mit einzelnen Begriffspaaren. Ich suchte nach Gegensätzen, die für mich eine starke emotionale Bedeutung besaßen, und lernte, diese bewusst in einer inneren Schwingung zu halten.

Damals verstand ich diese Arbeit vor allem als mentales Training. Heute sehe ich sie anders. Die Begriffe selbst sind nicht das eigentliche Trainingsziel. Sie sind Werkzeuge. Sie öffnen den Zugang zu tieferliegenden Bedeutungsräumen.

Erst durch die Entwicklung der Progression und der Bedeutungsräume wurde mir bewusst, warum manche Begriffspaare eine so starke Wirkung entfalten, während andere kaum etwas in Bewegung setzen.

Sie gehören unterschiedlichen Organisationsräumen des Menschen an. Nicht jeder Begriff berührt denselben Bereich des Erlebens. Nicht jede Polarität wirkt auf dieselbe Weise. Heute beginne ich deshalb nicht mehr mit einzelnen Wörtern.

Ich frage mich zunächst: Welcher Bedeutungsraum soll beweglicher werden?

Erst danach suche ich die dazugehörigen Polaritäten. Dadurch verändert sich die gesamte Arbeitsweise. Aus einem allgemeinen Mentaltraining wird eine gezielte Erforschung bestimmter Organisationsräume.

Ein Beispiel dafür ist der Beziehungsraum. Hier arbeite ich zurzeit vor allem mit drei Polaritäten:

  • Ablehnung ↔ Annahme
  • Distanz ↔ Nähe
  • Schutz ↔ Gefahr

Alle drei beschreiben unterschiedliche Seiten desselben Bedeutungsraumes. Sie trainieren nicht dieselbe Aussage. Sie erweitern seine Beweglichkeit.

Früher hätte ich vielleicht versucht, möglichst viel Nähe oder möglichst viel Annahme zu entwickeln. Heute erscheint mir das nicht mehr sinnvoll. Entscheidend ist nicht eine Seite der Polarität. Entscheidend ist die Fähigkeit, sich zwischen beiden Möglichkeiten bewusst bewegen zu können. Dasselbe gilt für den Gestaltungsraum.

Hier arbeite ich derzeit unter anderem mit folgenden Polaritäten:

  • Ohnmacht ↔ Macht
  • Kleinheit ↔ Größe
  • Unsicherheit ↔ Entschlossenheit

Auch hier geht es nicht darum, dauerhaft mächtig, groß oder entschlossen zu werden. Es geht vielmehr darum, den gesamten Bedeutungsraum elastischer werden zu lassen. Ich möchte nicht in einer Seite der Polarität verharren.

Ich möchte lernen, beide Seiten bewusst wahrnehmen und entsprechend der jeweiligen Situation wählen zu können. Gerade hierin sehe ich heute den eigentlichen Sinn der Mentalpulsation.

Nicht einzelne Gedanken verändern. Nicht Gefühle unterdrücken. Nicht Charaktereigenschaften ersetzen. Sondern die Beweglichkeit ganzer Bedeutungsräume erweitern. Dadurch verändert sich auch mein Verständnis von Fortschritt.

Früher fragte ich:

Habe ich mich verändert?

 

Heute frage ich:

Ist mein Möglichkeitsraum größer geworden?

Kann ich mehr wahrnehmen?

Kann ich mehr unterscheiden?

Kann ich zwischen mehr Möglichkeiten bewusst wählen?

Wenn sich diese Fragen zunehmend mit Ja beantworten lassen, dann erscheint mir die Mentalpulsation wirksam. Nicht weil sie bestimmte Eigenschaften erzeugt. Sondern weil sie den Raum erweitert, in dem bewusste Entscheidungen überhaupt erst entstehen können.

Ich arbeite deshalb heute gezielter als früher. Nicht weil ich mehr Übungen kenne. Sondern weil ich besser verstehe, welche Bedeutungsräume ich mit ihnen ansprechen möchte. Ob sich dadurch langfristig auch organische Veränderungen ergeben, kann ich derzeit noch nicht beantworten.

Meine bisherigen Erfahrungen sprechen jedoch dafür, dass sich körperliche, psychische und mentale Prozesse weit stärker gegenseitig beeinflussen, als ich früher angenommen habe.

Genau diese Frage wird mich in den kommenden Jahren weiter beschäftigen.

Teil III - Der bewusste Möglichkeitsraum

Was Bewusstsein sein könnte

Der Begriff Bewusstsein gehört zu den am häufigsten verwendeten und zugleich am unterschiedlichsten verstandenen Begriffen der Gegenwart.

Philosophie, Psychologie, Neurowissenschaften und viele andere Wissenschaften beschreiben Bewusstsein jeweils aus ihrer eigenen Perspektive. Bis heute existiert jedoch keine allgemein anerkannte Erklärung dafür, wodurch Bewusstsein letztlich entsteht.

Die Roraytik verfolgt hier einen anderen Ansatz.

Sie versucht nicht, Bewusstsein unmittelbar zu erklären.

Sie fragt vielmehr, welche Entwicklungsschritte ihm möglicherweise vorausgehen.

Ausgangspunkt ist dabei nicht das Denken. Auch nicht Sprache. Nicht Wissen. Nicht Intelligenz. Sondern der Selbstbezug.

Bereits mit der ersten Differenz entsteht innerhalb der Progression eine Beziehung. Etwas unterscheidet sich von etwas anderem. Damit entsteht zugleich die Möglichkeit eines elementaren Selbstbezugs.

Im Verlauf der weiteren Progression entwickeln sich daraus immer komplexere Organisationsformen. Strukturen entstehen. Funktionen entstehen. Organismen entstehen.

Mit ihnen wächst auch die Fähigkeit, Beziehungen wahrzunehmen, zu speichern und auf sie zu reagieren. Erst sehr viel später entwickelt sich daraus das, was wir beim Menschen als bewusstes Erleben bezeichnen.

Aus roraytischer Sicht erscheint Bewusstsein deshalb nicht als plötzlich auftretende Eigenschaft. Es entwickelt sich.

Mit jeder neuen Differenzierung erweitert sich zugleich der Bereich dessen, was einem Individuum bewusst werden kann. Bewusstsein ist deshalb möglicherweise keine feste Größe. Es ist ein fortschreitender Entwicklungsprozess.

Heute erscheint mir folgende Arbeitshypothese am stimmigsten:

Bewusstsein ist der aktuell verfügbare bewusste Möglichkeitsraum eines Individuums.

Dieser Möglichkeitsraum umfasst weit mehr als Wissen.

Er umfasst die Fähigkeit, wahrzunehmen, Bedeutungen zu unterscheiden, zwischen Möglichkeiten zu wählen, Zusammenhänge zu erkennen und schließlich das eigene Handeln bewusst mitzugestalten.

 

Aus dieser Sicht gehören mehrere Entwicklungen untrennbar zusammen. Der Selbstbezug ermöglicht, sich selbst als Individuum zu erleben. Das Selbstbewusstsein erweitert diesen Selbstbezug um die bewusste Wahrnehmung der eigenen Person.

Aufmerksamkeit vergrößert den Bereich dessen, was überhaupt bewusst werden kann. Mit jeder neuen Unterscheidung entstehen weitere Wahlmöglichkeiten. Aus diesen Wahlmöglichkeiten wächst Kreativität.

Sie erscheint dabei nicht mehr nur als schöpferische Begabung. Sie wird zur Fähigkeit, innerhalb eines erweiterten bewussten Möglichkeitsraums neue Beziehungen zwischen bereits vorhandenen Möglichkeiten zu erkennen.

Je größer dieser Raum wird, desto mehr Handlungsmöglichkeiten entstehen. Nicht weil die Welt sich verändert. Sondern weil sich die Art verändert, in der sie bewusst erlebt werden kann. Vielleicht liegt gerade darin eine der wichtigsten Eigenschaften des Menschen.

Nicht, dass er denkt.

Nicht, dass er spricht.

Sondern dass sich sein bewusster Möglichkeitsraum offenbar weiter entfalten kann.

Früher sagte man: Der Mensch besitzt Bewusstsein.

Die Roraytik sagt heute eher:

Der Mensch lebt innerhalb eines bewussten Möglichkeitsraums.

Das ist ein gewaltiger Unterschied.

Im ersten Satz ist Bewusstsein etwas, das man hat.

Im zweiten Satz ist es ein Raum, der sich erweitern, differenzieren und gestalten kann.

Ob diese Entwicklung Grenzen besitzt oder selbst Teil einer noch größeren Progression ist, bleibt eine offene Forschungsfrage.

Sie bildet zugleich den Ausgangspunkt der weiteren Forschung innerhalb der Roraytik.

Der autonome Organismus und der bewusste Mensch

Wenn ich meine bisherige Forschung auf einen einzigen Satz reduzieren müsste, würde ich heute sagen:

Ich wollte lange Zeit meinen Organismus beherrschen.

Heute möchte ich ihn verstehen.

Dieser Unterschied erscheint auf den ersten Blick klein.

Für mich bedeutet er jedoch eine völlig neue Haltung.

Viele Jahre glaubte ich, der Mensch müsse seinen Körper kontrollieren lernen. Mit genügend Wissen, Disziplin und Übung schien es mir möglich, das Leben immer stärker zu beeinflussen. Ich wollte das Altern aufhalten. Ich wollte meine Schwächen überwinden. Ich wollte meine Gedanken beherrschen und schließlich auch meinen Charakter verändern.

Ein Teil davon ist tatsächlich gelungen.

Ich habe erlebt, dass sich der Mensch verändern kann.

Ich habe erlebt, dass Charakter beweglicher wird.

Ich habe erlebt, dass körperliche Funktionen trainierbar sind.

Ich habe erlebt, dass sich Bedeutungen verändern.

Gerade diese Erfahrungen führten jedoch zu einer überraschenden Erkenntnis.

Je mehr ich beobachtete, desto deutlicher wurde mir, dass die eigentliche Leistung nicht von meinem bewussten Denken erbracht wird.

Nicht ich baue Blutgefäße.

Nicht ich heile Wunden.

Nicht ich organisiere Milliarden von Zellen.

Nicht ich lasse mein Herz schlagen.

Der größte Teil meines Lebens entsteht durch einen autonomen Organisationsprozess, der sich meinem unmittelbaren Willen entzieht.

Früher empfand ich das als Einschränkung.

Heute erfüllt es mich eher mit Staunen.

Der Organismus besitzt eine Organisationsfähigkeit, die weit größer ist, als ich sie mir jemals vorgestellt hatte.

Das bedeutet jedoch nicht, dass der Mensch bedeutungslos wäre.

Im Gegenteil.

Gerade weil der Organismus so vieles selbst organisiert, gewinnt der bewusste Mensch eine neue Aufgabe. Nicht Kontrolle. Sondern Mitgestaltung.

Heute verstehe ich die Mentalpulsation deshalb nicht mehr als einen Versuch, den Organismus zu beherrschen. Ich sehe sie vielmehr als Werkzeug, dem Organismus neue Möglichkeiten anzubieten.

Welche davon er aufgreift, entscheidet letztlich seine eigene innere Organisation. Ich kann Aufmerksamkeit lenken. Ich kann Bedeutungsräume bewegen. Ich kann Polaritäten bewusst halten. Ich kann beobachten.

Mehr nicht.

Aber vielleicht ist genau dieses „Mehr nicht“ sehr viel mehr, als ich früher angenommen habe. Auch mein Verständnis von Veränderung hat sich dadurch gewandelt.

Früher wollte ich den Menschen verbessern. Heute erscheint mir dieser Begriff zu eng. Der Organismus muss nicht optimiert werden. Er benötigt vielmehr Beweglichkeit.

Elastizität. Die Fähigkeit, sich wechselnden Bedingungen immer wieder neu anzupassen.

Vielleicht besteht Lebendigkeit genau darin. Nicht in dauerhafter Stärke. Nicht in dauerhafter Gesundheit. Nicht in dauerhafter Kontrolle. Sondern in der Fähigkeit, zwischen Möglichkeiten beweglich zu bleiben. Diese Sichtweise verändert auch meine eigene Rolle.

 

Ich sehe mich heute nicht mehr als Herrscher meines Körpers. Aber ebenso wenig als passiven Zuschauer. Ich bin Teil eines lebendigen Organismus. Und zugleich besitze ich einen bewussten Möglichkeitsraum, der sich offenbar erweitern kann.

Je besser ich beide Seiten verstehe, desto bewusster kann ich mein eigenes Leben mitgestalten. Vielleicht ist genau darin die eigentliche Freiheit des Menschen zu finden. Nicht außerhalb der Natur. Sondern mitten in ihr.

Kreativität als Erweiterung des Möglichkeitsraums

Lange Zeit verstand ich Kreativität vor allem als die Fähigkeit, etwas Neues hervorzubringen.

Ein Bild.

Ein Buch.

Eine Idee.

Eine Methode.

Heute erscheint mir diese Sicht zu eng.

Im Laufe meiner Forschung entstand bei mir ein anderes Verständnis.

Kreativität beginnt möglicherweise viel früher.

Nicht mit dem Erschaffen.

Sondern mit dem Erkennen.

Je größer der bewusste Möglichkeitsraum eines Menschen wird, desto mehr Unterschiede kann er wahrnehmen.

Je mehr Unterschiede er wahrnimmt, desto mehr Beziehungen kann er erkennen. Und je mehr Beziehungen sichtbar werden, desto mehr neue Möglichkeiten entstehen. Vielleicht besteht Kreativität genau darin. Nicht im Erfinden aus dem Nichts. Sondern im Erkennen neuer Zusammenhänge innerhalb bereits vorhandener Möglichkeiten.

Diese Erfahrung habe ich in den vergangenen Jahren immer wieder gemacht. Viele meiner Gedanken waren vermutlich schon lange in mir vorhanden. Sie lagen jedoch nebeneinander. Erst nach und nach begannen sie, sich miteinander zu verbinden.

Aus einzelnen Beobachtungen entstanden Zusammenhänge. Aus Zusammenhängen entstanden Begriffe. Aus Begriffen entwickelte sich allmählich eine innere Ordnung. Heute erscheinen mir deshalb verschiedene Formen von Kreativität.

 

Erlebenskreativität

Ich nehme meine Umwelt bewusster wahr.

Kleine Unterschiede werden sichtbar.

Alltägliche Situationen gewinnen neue Bedeutung.

Das Leben selbst wird vielfältiger.

Sprachkreativität

Neue Begriffe entstehen nicht, weil ich möglichst originell sein möchte.

Sie entstehen, weil frühere Begriffe nicht mehr ausreichen, um neue Zusammenhänge zu beschreiben.

So entstanden für mich Begriffe wie Progression, Bedeutungsraum oder bewusster Möglichkeitsraum.

Sie wurden nicht erfunden.

Sie wurden notwendig.

 

Forschungskreativität

Je mehr unterschiedliche Wissensgebiete miteinander in Beziehung treten, desto mehr gemeinsame Strukturen werden sichtbar.

Auraforschung.

Embryonalentwicklung.

Bloomyy.

Mentalpulsation.

Lange Zeit erschienen sie mir als getrennte Forschungsfelder.

Heute erkenne ich sie als verschiedene Zugänge zu derselben Entwicklung.

 

 

Gestaltung des eigenen Lebens

Vielleicht ist dies die persönlichste Form von Kreativität.

Nicht ein Buch zu schreiben.

Nicht eine Theorie zu entwickeln.

Sondern das eigene Leben immer bewusster gestalten zu lernen.

Nicht durch Kontrolle.

Nicht durch Kampf.

Sondern durch die Erweiterung des eigenen Möglichkeitsraums.

Je größer dieser Raum wird, desto mehr Wege werden sichtbar. Manche werde ich gehen. Andere bewusst nicht. Auch das gehört zur Kreativität.

Heute erscheint sie mir deshalb nicht mehr als besondere Begabung weniger Menschen. Sie ist möglicherweise eine natürliche Folge wachsender Bewusstheit. 

Je weiter sich der bewusste Möglichkeitsraum entfaltet, desto mehr Möglichkeiten entstehen, das eigene Leben, das eigene Denken und die eigene Welt immer wieder neu zu entdecken.

Diese Sichtweise verändert schließlich auch mein Verständnis von Lebendigkeit.

Früher verband ich Lebendigkeit vor allem mit Aktivität, Kraft und Leistungsfähigkeit. Ich wollte meinen Körper trainieren, das Altern überwinden und die biologischen Grenzen des Organismus möglichst weit hinausschieben. 

Rückblickend erkenne ich, dass ich dabei oft gegen das Leben arbeitete, obwohl ich ihm eigentlich näherkommen wollte.

Heute erscheint mir Lebendigkeit anders. Nicht als möglichst große Aktivität. Nicht als ständige Leistung. Sondern als zunehmende Beweglichkeit zwischen den Möglichkeiten des Lebens.

Lebendig ist für mich heute ein Organismus, der sich immer wieder neu organisieren kann. Der sich anpassen kann. Der lernen kann. Der Beziehungen verändern kann.

Der nicht auf einer einzigen Möglichkeit erstarrt. In diesem Zusammenhang verstehe ich auch das Altern neu. Es ist für mich nicht mehr nur ein körperlicher Prozess. Es ist ebenso eine zunehmende Erstarrung von Bedeutungsräumen.

Bewegungen werden kleiner.

Gedanken werden fester.

Gewohnheiten werden stärker.

Der bewusste Möglichkeitsraum verengt sich allmählich.

Regeneration bedeutet für mich deshalb heute weit mehr als körperliche Erholung. Sie bedeutet die Wiedergewinnung innerer Beweglichkeit. 

Bloomyy war mein erster praktischer Zugang zu dieser Erfahrung. Die Mentalpulsation eröffnet mir heute einen zweiten.

Beide Wege verfolgen dasselbe Ziel. Nicht den Organismus zu beherrschen. Sondern seine Lebendigkeit bewusster zu begleiten und die Beweglichkeit meines eigenen Möglichkeitsraums immer weiter zu entfalten.

Teil VI - Übergang - Vom Verstehen zum Erforschen

Mit dieser Schrift endet für mich ein wichtiger Abschnitt meiner bisherigen Forschung.

Die ersten Jahre waren geprägt von der Suche nach Zusammenhängen. Ich beobachtete Menschen, beschäftigte mich mit der Auraforschung, entwickelte Bloomyy, zeichnete Embryonalbäume und suchte nach einer gemeinsamen Ordnung hinter den unterschiedlichsten Erscheinungen des Lebens.

Später entstand daraus die Roraytik.

Sie beschreibt für mich die Progression des Daseins – von der ersten Differenz über die Entstehung von Struktur, Bedeutung, Selbstbezug und schließlich zum bewussten Menschen.

Mit der Mentalpulsation begann anschließend eine praktische Forschung. Anfangs verstand ich sie vor allem als Methode. Im Laufe der Zeit erkannte ich jedoch, dass sie weit mehr sein könnte.

Nicht die Methode selbst rückte immer stärker in den Mittelpunkt.

Sondern die Möglichkeiten, die sie eröffnet.

Während dieser Arbeit entstand Schritt für Schritt eine neue Einsicht.

Entwicklung bedeutet nicht nur zunehmende Differenzierung.

Sie bedeutet ebenso zunehmende Verbindung.

Aus den vielen Beobachtungen meiner vergangenen Jahrzehnte entstand allmählich ein gemeinsamer Strom.

Auraforschung.

Embryonalentwicklung.

Bloomyy.

Roraytik.

Mentalpulsation.

 

Heute erscheinen sie mir nicht mehr als getrennte Forschungsgebiete.

Sie bilden verschiedene Zugänge zu derselben Wirklichkeit.

Damit verändert sich auch meine Forschungsrichtung.

Ich möchte nicht länger in erster Linie das System beschreiben.

Ich möchte erforschen, welche bewussten Möglichkeiten innerhalb dieses Systems entstehen und wie sie sich entwickeln können.

Nicht allgemeingültig.

Sondern zunächst an mir selbst.

Der Mensch besitzt einen bewussten Möglichkeitsraum.

Vielleicht lässt er sich erweitern.

Vielleicht entstehen dadurch neue Formen des Erlebens, der Kreativität, der Selbstführung und der Lebendigkeit.

Ob dies tatsächlich so ist, kann nur die weitere Forschung zeigen.

Deshalb endet diese Schrift nicht mit einem Abschluss.

Sie öffnet den Raum für eine neue Frage.

Nicht mehr:

Wie ist der Mensch aufgebaut?

Sondern:

Welche Möglichkeiten kann ein Mensch bewusst entfalten?

Diese Frage wird mich auf meinem weiteren Forschungsweg begleiten.

Für diesen neuen Abschnitt suche ich keinen beschreibenden Fachbegriff.

Ich suche ein Begriffsbild.

So wie einst die Blaue Schule, später Bloomyy und schließlich die Roraytik ihren Namen fanden, ohne ihren Inhalt bereits zu erklären, soll auch der nächste Schritt einen eigenen Namen erhalten.

Ein Name muss nicht alles erklären.

Er muss Raum eröffnen.


Zurzeit begleitet mich dafür ein neues Wort:

Conexyy.

Es beschreibt keine Methode. Keine Theorie. Kein abgeschlossenes System. Es ist zunächst nur ein Name.

Ein offener Begriff. Ein Denkraum.

Welche Bedeutung er einmal tragen wird, entscheidet nicht sein Ursprung, sondern die Forschung, die sich mit ihm verbindet.

Vielleicht beginnt genau dort der nächste Abschnitt meiner Reise.


Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.